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Wir machen Fortschritte: Unsere aktuelle Diversity-Studie zu Filmen und Serien sowie Neues vom Netflix Fonds für Chancengleichheit und Inklusion

DE USC Update

Ich wuchs als ein indisches Mädchen in Großbritannien, Sambia und später in Amerika auf. Früh fiel mir auf, dass niemand im Fernsehen und in meinen Lieblingsfilmen so aussah wie ich und dass nirgendwo Geschichten wie meine erzählt wurden. Kurz nachdem ich bei einem Fernsehsender beruflich Fuß fasste und Dutzende Drehbücher im Monat bearbeitete, wurde mir klar, dass meine Herkunft meine Superkraft ist: Dank ihr betrachte ich Geschichten aus verschiedenen Blickwinkeln. Heute begeistert es mich mehr denn je, gemeinsam mit kreativen Köpfen aus aller Welt neue Geschichten zu entwickeln und ins Rampenlicht zu rücken. Und in diesem Zusammenhang ist es meiner Meinung nach wichtig, sich klarzumachen, welche Stimmen bisher kein Gehör finden. 

Aus diesem Grund begann Netflix vor zwei Jahren mit Dr. Stacy L. Smith und der Inklusionsinitiative der University of Southern California (USC) Annenberg zusammenzuarbeiten. Gemeinsam untersuchen wir unsere in den USA in Auftrag gegebenen Filme und Serien in Hinblick auf mehrere Inklusionsmaßstäbe - darunter Geschlecht, ethnische Herkunft/Hintergründe, LGBTQ+, und Behinderung. Wir haben uns verpflichtet, unsere Fortschritte bis 2026 alle zwei Jahre zu veröffentlichen. Indem wir uns unserer Verantwortung stellen, wollen wir dauerhafte Veränderungen in der Branche bewirken. 

Durch unsere Zusammenarbeit mit der USC wissen wir, dass mehr Inklusion hinter der Kamera zu einer besseren Repräsentation auf dem Bildschirm führt. Deshalb haben wir 2021 den Netflix Fonds für Chancengleichheit und Inklusion ins Leben gerufen. Mit Hilfe des Fonds investieren wir über einen Zeitraum von fünf Jahren 100 Millionen US-Dollar, um Talenten aus unterrepräsentierten Communitys auf der ganzen Welt neue Möglichkeiten zu eröffnen. Heute stellen wir unsere Fortschritte und neuen Ergebnisse vor. 

Unsere aktuelle Studie im Rahmen der Inklusionsinitiative der University of Southern California (USC) Annenberg

Die aktuellen Ergebnisse der Analyse von Netflix-Filmen und -Serien aus den USA aus den Jahren 2020-2021 zeigen von Jahr zu Jahr eine deutliche Verbesserung für Frauen und Menschen aus unterrepräsentierten ethnischen Gruppen:

  • Netflix erreicht bei Hauptrollen eine Gleichstellung der Geschlechter: In mehr als der Hälfte (55 %) aller Netflix-Filme und -Serien aus den Jahren 2018-2021 spielte ein Mädchen oder eine Frau die Hauptrolle oder eine der Hauptrollen.

  • Verbesserte Repräsentation für People of Color in Hauptrollen: In fast der Hälfte (47 %) der Netflix-Filme und -Serien aus den Jahren 2020-2021 wurden die Hauptrollen oder eine der Hauptrollen von Angehörigen einer unterrepräsentierten Gruppe gespielt. 

  • Mehr Frauen hinter der Kamera: Der Anteil der Frauen unter den Regisseur*innen bei Netflix-Filmen aus dem Jahr 2021 betrug 26,9 %, im Vergleich zu 12,7 % bei den größten Kinofilmen aus dem gleichen Jahr. Der Anteil der Frauen unter den Serienschöpfer*innen im Jahr 2021 lag mit 38 % deutlich über dem Anteil von 26,9 % aus dem Jahr 2018. 

  • Deutliche Fortschritte für Women of Color vor und hinter der Kamera: Der Anteil der Women of Color unter den Serienregisseur*innen stieg deutlich von 5,6 % im Jahr 2018 auf 11,8 % im Jahr 2021 – ein ähnliches Wachstum war auch bei den Drehbuchautorinnen und Serienschöpferinnen zu beobachten. Bei fast einem Drittel der Filme (27,7 %) und mehr als der Hälfte der Serien (54,75 %) aus dem Jahr 2021 spielten Women of Color die Hauptrolle oder eine der Hauptrollen.

 Diese Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass es bei der Repräsentation einiger bestimmter ethnischer Gruppen noch Defizite gibt, darunter für Menschen mit Wurzeln in Lateinamerika, Nahost/Nordafrika, den indigenen Völkern Amerikas/Hawaiis und des pazifischen Raums. Außerdem gibt es noch deutlichen Nachholbedarf in Bezug auf die Repräsentation von Figuren mit Behinderung. Hier finden Sie die Zusammenfassung sowie den vollständigen Bericht.  

Fortschritte unseres Fonds für Chancengleichheit und Inklusion

2021 haben wir den Netflix Fonds für Chancengleichheit und Inklusion ins Leben gerufen. Ziel dieses Fonds ist, Kreative für mögliche Jobs bei Netflix-Produktionen auszubilden und Talente zu fördern, sodass ihnen eine erfolgreiche Karriere in der Unterhaltungsbranche offenstehen: 

  • Investition in Nachwuchstalente auf der ganzen Welt: In nur zwei Jahren haben wir 29 Millionen US-Dollar in mehr als 100 Programme investiert und dabei mit über 80 Organisationen in mehr als 35 Ländern zusammengearbeitet.

  • Förderungsprogramme für Kreative in allen Bereichen der Produktion: Der Fonds hat über 4.500 Kreative – darunter Regisseur*innen, Produzent*innen, Drehbuchautor*innen, VFX-Künstler*innen – mit Ressourcen und Trainings gefördert, um sie auf die Arbeit in ihrer Branche vor Ort vorzubereiten. Kurzfilme, die aus von Netflix geförderten Programmen hervorgingen, wurden auf über 40 Filmfestivals gezeigt.

  • Entwicklungsmöglichkeiten bei Netflix-Produktionen: Wir beschäftigten 395 Kreative aus unseren Programmen bei Netflix-Produktionen in verschiedensten Funktionen - angefangen von Herstellungsleiter*innen und stellvertretenden Editor*innen bis hin zu Casting-Assistent*innen und Grips. Diese Trainees haben an Netflix-Projekten auf der ganzen Welt mitgearbeitet, darunter Queen Charlotte: Eine Bridgerton-Geschichte in Großbritannien, Lupin in Frankreich, Blood Sisters in Nigeria, You Are So Not Invited To My Bat Mitzvah! in Kanada sowie Day Shift und Rebel Moon in den USA. Außerdem entstanden Folgen einiger der populärsten Netflix-Serien wie u. a. Ozark, Familienanhang, On My Block und Lost in Space  – Verschollen zwischen fremden Welten unter der Regie von Teilnehmer*innen unseres Series Director Development Program.

Weitere Programm-Highlights können Sie sich hier ansehen. Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Daher freuen wir uns, heute folgende neuen Programme anzukündigen:

  • Shondaland „Producers Inclusion Initiative“ und „The Ladder“ (USA): Die Neuauflage der „Producers Inclusion Initiative“ bildet unterrepräsentierte Herstellungsleiter*innen innerhalb des Studiosystems aus. Außerdem arbeiten derzeit 13 Trainees in Produktions- und technischen Funktionen beim Dreh der demnächst erscheinenden Netflix-Serie The Residence.

  • „Gold Producers Accelerator“ von Gold House , AUM und Netflix (USA): Dieses von Nina Yang Bongiovi geleitete Programm bietet Produzent*innen aus dem asiatisch-pazifischen Raum bezahlte Hospitationsmöglichkeiten bei Independent-Filmen sowie Mentoring-Programme und individuelle Masterclasses.

  • „Production Mentorship Program“ von imagineNATIVE (Kanada): Indigene Kreative können von bezahlten Mentoring-Möglichkeiten bei Produktionen in Kanada profitieren. 

  • „Take Ten Program“ von Netflix x Film Companion (Indien): Fünf Nachwuchsfilmemacher*innen in Indien drehen eine Miniserie und haben dabei die Gelegenheit, von führenden Fachleuten aus der Branche zu lernen.

  • European Audiovisual Entrepreneurs (EAVE), House of Europe, die New York Film Academy und die Ukrainian Film Academy (Ukraine): Ukrainische Produzent*innen und Herstellungsleiter*innen können sich nun für eine neue Reihe digitaler Masterclasses bewerben.

Diese aktuellen Ergebnisse und das, was der Fonds für Chancengleichheit und Inklusion bereits in den ersten zwei Jahren bewirkt hat, sind sehr ermutigend. Wir sind uns jedoch bewusst, dass wir Netflix und die Branche nur dann wirklich verändern, wenn wir immer wieder reflektieren, wer noch nicht zu Wort kommt, und die nächste Generation von Geschichtenerzähler*innen entdecken.