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Taiwans Horror-Blockbuster „Incantation“ verbreitet ab 8. Juli Angst und Schrecken auf Netflix

Incantation wurde als der furchterregendste Film bezeichnet, der je in Taiwan produziert wurde, und ab dem 8. Juli wird er exklusiv auf Netflix zu sehen sein.

Die von Kevin Ko inszenierte Geschichte einer Mutter, die ihr Kind vor einem tödlichen Fluch retten will, hat bislang 170 Mio. NT$ (5,7 Mio. US-Dollar) eingespielt und ist damit der erfolgreichste Film des Jahres 2022 an den taiwanesischen Kinokassen. Mit sieben Nominierungen für den Taipei Film Award (u. a. für den besten narrativen Spielfilm und die beste Regie) wurde der Film auch von der Kritik gefeiert. Die Vorbereitungen für eine Fortsetzung, ebenfalls unter der Regie von Ko, sind bereits im Gange. 

Was macht Incantation zu einem solch einzigartig-schaurigen Hit? Der Trailer zeigt Horrortechniken, die Fans von Filmen wie Blair Witch Project und Paranormal Activity vertraut sind, wie z. B. Found Footage und Figuren, die sich über die Kamera an das Publikum wenden. Ko ließ sich bei seinem Projekt von der Internetkultur inspirieren, etwa von Forenbeiträgen, Geständnis-Videos von YouTubern und E-Mail-Kettenbriefen. Im Trailer ist auch ein psychologischer Test mit einem Riesenrad und einem fahrenden Zug zu sehen, der den Grundgedanken verdeutlicht, dass die Absichten der Zuschauer*innen sich auf die reale Welt auswirken können. 

„Incantation“ erzählt die Geschichte einer Mutter, die versucht, ihr Kind vor einem tödlichen Fluch zu retten.

Incantation hat beim taiwanesischen Publikum großen Anklang gefunden, und wir freuen uns, diesen Film unseren Mitgliedern auf der ganzen Welt zugänglich zu machen“, so Janelle Ong, Chinese Language Content Acquisition Manager. „Asiatische Horrorfilme haben das Genre maßgeblich geprägt und die Messlatte höher gelegt. Wir sind stolz darauf, mit einer neuen Generation von Filmschaffenden aus Asien zusammenzuarbeiten, die mit ihren Filmen neu definieren, was Angst und Schrecken für die Zuschauer von heute bedeuten.“

Ko erklärt, dass es sein Ziel war, eine interaktive Verbindung mit dem Publikum zu schaffen. „Ich weiß, wie man das Publikum mit einer effektiven Horrorsequenz erschrecken kann. Aber bei einem guten Horrorfilm geht es um mehr als diese Tricks“, erklärt er. „Im Mittelpunkt muss die menschliche Natur stehen, denn letztlich muss das Publikum mit den Figuren mitfühlen.“

In dieser Hinsicht lässt er sich sehr stark von der Welle asiatischer Horrorfilme beeinflussen, die in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren weltweite Beliebtheit erlangten – etwa die japanischen Filme Ring – Das Original, Ein tödlicher Anruf, Ju-on und Dark Water oder auch Hongkongs Horror-Blockbuster The Eye. „Bei asiatischem Horror geht es nicht nur um Hardcore-Gore“, meint Ko. „Er hat etwas Sanftes an sich. Er erschreckt einen, aber er bewegt auch, er heilt einen sogar.“

Regisseur Kevin Ko ist der Meinung, dass ein Horrorfilm nur dann funktioniert, wenn sich das Publikum wirklich für die Figuren interessiert.

Taiwanesische Horrorfilme könnten durchaus eine neue Welle des asiatischen Horrors auslösen. In den letzten Jahren haben Filme wie The Tag-Along, Detention, The Bridge Curse und The Rope Curse sowie dessen Fortsetzung dem Genre in Taiwan neues Leben eingehaucht. Im Jahr 2022, das bereits als „Jahr des Schreckens“ proklamiert wird (aber hoffentlich nur auf der Leinwand), sollen noch viele weitere Filme mit originellen neuen Geschichten in die Kinos kommen.

Horrorfilme kommen ohne viele Spezialeffekte und teure Kulissen aus, was ein Grund dafür ist, dass sie sich in Taiwan so erfolgreich durchgesetzt haben. Vor allem asiatische Horrorfilme enthalten oft auch lokale Mythen, die beim einheimischen Publikum großen Anklang finden. So basiert Incantation beispielsweise lose auf einer wahren taiwanesischen Geschichte über eine Familie von Sektenanhängern. Ko sagt, dass ihn diese Geschichte faszinierte, aber zugleich auch beängstigte. 

„Der Respekt vor der Religion, insbesondere vor religiösen Tabus und sehr undurchsichtigen Religionen, beruht zu einem gewissen Grad auf Angst“, meint er. „Ich liebe Gruselgeschichten, und trotzdem habe ich mich nicht so recht an dieses Thema herangetraut. Ich wollte dieses Gefühl in Incantation verstärken.“

„Incantation“ basiert lose auf einer wahren Geschichte aus Taiwan, die sich um eine Familie von Sektenanhängern dreht.

Solche Tabus und Gebräuche können für ein internationales Publikum sogar noch faszinierender sein. Darüber hinaus sind die Elemente, die Horror zu einem weltweit beliebten Genre machen, „die Angst vor dem Tod und vor unbekannten Kräften sowie die Identifikation mit Figuren und Beziehungen wie der Mutter-Kind-Bindung in Incantation“, erläutert er.

Horror zu Hause auf Netflix zu genießen und das Gruseln in die vertraute häusliche Umgebung zu bringen, verleiht dem Ganzen eine ganz neue Dimension des Schreckens, den Horrorfans stets spüren wollen. „Es ist wie eine Achterbahnfahrt – was dir Angst einjagt, zieht dich auch irgendwie an“, meint Ko. „Ich bin sehr stolz darauf, dass Incantation weltweit auf Netflix veröffentlicht wird, wodurch möglichst viele Leute den Film sehen können. Es war schon immer mein Traum, Filme zu machen, die um die Welt reisen und von allen Horrorfans weltweit gesehen werden und für schlaflose Nächte sorgen. Ich kann es kaum erwarten, von den Reaktionen des Publikums zu hören.“

Nicht verpassen: „Incantation“ ist ab 8. Juli auf Netflix verfügbar.

Charlie Huang

Unternehmenskommunikation

chingwenh@netflix.com