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Reduzierung des Traffic bei Netflix, wo es möglich ist, ohne die Mitgliedererfahrung zu beeinträchtigen

Reduzierung des Traffic bei Netflix, wo es möglich ist, ohne die Mitgliedererfahrung zu beeinträchtigen

Update vom 21. April 2020: Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir mit Internetdienstanbietern (ISPs) zusammenarbeiten, um die Datenkapazität zu erhöhen. Allein im letzten Monat konnten wir die normale Datenmenge vervierfachen. Wenn sich die Situation verbessert, werden wir diese Beschränkungen aufheben.

Wir erleben derzeit eine globale Krise und haben alle gemeinsam die Verantwortung, zu helfen, wo wir können. In der letzten Woche bat die Europäische Union Unternehmen wie Netflix, Amazon und YouTube, die Internetbelastung so gering und effizient wie möglich zu gestalten, da insgesamt mit einer erheblichen Zunahme des Datenverkehrs zu rechnen ist.

Daraufhin haben wir sofort mit dem Entwickeln, Testen und Umsetzen einer Lösung begonnen, um den Netflix-Traffic im Netzwerk um rund 25 % zu reduzieren. Wir begannen dabei mit Italien und Spanien, den beiden Ländern, die in Europa am stärksten von der Krise betroffen sind. Wir konnten unser Ziel innerhalb der ersten 48 Stunden erreichen und beginnen nun damit, dieses neue System auch im Rest Europas und im Vereinigten Königreich einzuführen.

Seit Beginn der Umsetzung haben uns eine Reihe von Fragen von unseren Mitgliedern und Internetanbietern erreicht. 

Unsere Mitglieder wollten wissen, ob sich das System auf die Videoqualität auswirkt. Einfach ausgedrückt wirken sich unsere Maßnahmen nicht auf die Videoauflösungen aus. Je nach gebuchter Qualitätsstufe erhalten Mitglieder – natürlich in Abhängigkeit ihres Endgeräts – auch jetzt Ultra-HD, HD oder Standardauflösung. 

Unter normalen Umständen verarbeiten wir zahlreiche (manchmal Dutzende gleichzeitig) unterschiedliche Streams für einen einzigen Titel in jeder Auflösung. In Europa haben wir für die nächsten 30 Tage in jeder Qualitätsstufe jeweils die Streams mit der höchsten Bandbreite gekürzt, was bedeutet, dass Mitglieder, die ganz besonders auf höchste Videoqualität achten, eine leichte Abnahme der Qualität in jeder Qualitätsstufe feststellen werden. Sie werden aber in jedem Fall die Videoqualität erhalten, für die Sie bezahlt haben.

Unter den Internetanbietern wünschen sich einige Partner in Regionen wie Lateinamerika so bald wie möglich eine Verringerung der Bandbreite. Andere möchten keine Veränderung. Beides ist verständlich, denn die verschiedenen Anbieter betreiben unterschiedliche Netzwerke und haben mit unterschiedlichen Beschränkungen zu kämpfen. So ist es zum Beispiel ein großer Unterschied, ob ein Anbieter ein dichtes Netz in einem Ballungsraum mit vielen Einwohnern oder ein weitmaschiges Netz in einer dünn besiedelten ländlichen Region betreibt. Einige Anbieter betreiben ihre Netzwerke mit erheblichen Reserven, andere nicht. Da wir umfangreiche Erfahrungen damit haben, unser Angebot über das Open-Connect-Programm und weitere, von uns entwickelte Technologien zu vertreiben, können wir auf diese unterschiedlichen Szenarien schnell und flexibel reagieren. 

So können wir mit der Reduzierung um 25 % Anbieter entlasten, die damit regierungsseitige Forderungen nach garantierten freien Internetkapazitäten erfüllen können wie in Europa. Und wir können in anderen Netzwerken gleichzeitig den Betrieb ganz normal aufrechterhalten, bis diese ebenfalls Veränderungen nachfragen oder Probleme bekommen.

Unser Ziel ist dabei ganz einfach. Wir möchten unseren Mitgliedern die gewohnte Qualität liefern und gleichzeitig unsere Internetanbieter unterstützen, die mit unvorhergesehenen Belastungen ihrer Netzwerke zu kämpfen haben. 

– Ken Florance, VP Content Delivery

Netflix Open Connect