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22. Februar 2023Wenn es um den perfekten Körper geht, beweist Woo Jin-yong, dass größer nicht in jedem Fall besser ist.
Der schlanke CrossFit-Athlet und Snowboarder ließ 99 andere Kandidat*innen in der Netflix-Survival-Spielshow Physical: 100 hinter sich und gewann 300 Millionen Won (ca. 243.188 US-Dollar) nach einer Reihe von anspruchsvollen Herausforderungen. Eine der beeindruckendsten Leistungen war es, als der 37-Jährige eine Verfolgungsjagd gewann, nachdem er mehr als 20 Mal die Rennstrecke umrundete.
In der beliebten koreanischen Realityserie waren 100 Kandidat*innen in Topverfassung zu sehen, darunter national bekannte Sportler, Bodybuilder und MMA-Kämpfer, die an Stangen hängen, Felsbrocken stemmen und zwei Tonnen schwere Schiffe ziehen mussten, um als idealer Athlet gekrönt zu werden.
Physical: 100 war die erste Serie ohne Drehbuch, die es in der nicht-englischsprachigen Top-10-Liste von Netflix auf Platz 1 schaffte. Die Serie hält sich seit nunmehr einem Monat in den Top 10 und ist diese Woche mit 45,4 Mio. gestreamten Stunden weiterhin die populärste nicht-englischsprachige Serie bzw. die am zweithäufigsten gestreamte Serie überhaupt.
Wie findet man den perfekten Körper?
Wie definiert sich der perfekte Körper? Diese Frage beschäftigte den Produzenten Jang Ho-gi, als er in einem Fitnessstudio zufällig ein Poster mit dem Titel „Bester Körper des Monats“ sah, auf dem Mitglieder mit unterschiedlichen Körpertypen in verschiedenen Posen und bei Fitnessübungen zu sehen waren.
Als der Gewinner nicht dem Typ entsprach, den er erwartet hatte, fragte er sich, wie wohl ein perfekter Körper sein müsste, wie man Körper untereinander vergleichen könnte und ob es da einen Standard gäbe, auf den sich alle einigen könnten.
Um Antworten auf seine Fragen zu erhalten, entschied er sich, eine Serie zu entwickeln, in der die wichtigsten Bereiche körperlicher Fitness auf den Prüfstand kommen sollten: Muskelkraft, Balance, Ausdauer, Agilität und Willenskraft.
Mit einem riesigen Set von der Größe zweier Fußballfelder und einem prominenten Produktionsteam, unter anderem mit dem Art Director Yoo Jae-heon (Winterolympiade in Pyeongchang, BTS-Welttournee), dem Musikdirektor Kim Seong-su (Squid Game) und der Kostümdesignerin Choi Se-yeon (Parasite, Okja) bietet die Serie in jeder Folge unerwartete Wendungen.
Die Bedeutung des menschlichen Körpers
Jang Ho-gi glaubt daran, dass der menschliche Körper die Entwicklung und Geschichte der Menschheit widerspiegelt. Durch die alleinige Konzentration auf den Körper der Kandidat*innen erzählt Physical: 100 die Geschichte jedes einzelnen unabhängig von Alter, Beruf oder Herkunft.
Er ließ sogar jegliche Moderation weg, die normalerweise durch Realityserien ohne Drehbuch führt, damit sich die Zuschauer voll und ganz auf die Kandidat*innen und ihre Körper konzentrieren können, während diese sich bewegen und unverstellt auf die verschiedenen Herausforderungen reagieren.
Der Rundkurs ist eine der wichtigsten Komponenten der Serie und wurde der Form des antiken römischen Pantheons nachempfunden, wobei „pan“ auf Griechisch „alle“ und „theon“ „Gott“ bedeutet, was die Botschaft beinhaltet, dass „verschiedene Körpertypen in der Welt existieren und jede einzelne davon zu respektieren ist“.
Physical: 100 ist nicht nur Unterhaltung, sondern inspiriert das Publikum dazu, die eigenen Vorstellungen vom perfekten Körper zu hinterfragen. Dazu Jang Ho-gi: „Unsere Serie gibt dem Publikum die Gelegenheit, über den eigenen Körper nachzudenken und was man tun kann, um ihn zu optimieren. Und dabei geht es nicht nur um Kraft, sondern auch um mentale Stärke und die Willenskraft, an die eigenen Grenzen zu gehen.“
Julie Lee
Pressekontakt
juliel@netflix.com
