Innovation
11. Januar 2021Bei Netflix bestimmen die Mitglieder: Hier erhalten sie großartige Unterhaltung – wann, wo und auf welchem Gerät auch immer sie möchten. Wer Mitglied von Netflix wird, erwartet ein reibungsloses Unterhaltungserlebnis ohne Unterbrechungen.
Um unseren Mitgliedern in über 190 Ländern Netflix bereitstellen zu können, müssen die Videos in ein bestimmtes Format umgewandelt, also codiert werden. Wir haben kürzlich neue Codierungsformate entwickelt, um Inhalte bei kleiner Dateigröße (oder Bitrate) mit derselben oder sogar höherer Qualität bereitstellen zu können. Der Vorteil dieser effizienteren Codierung zeigt sich für Mitglieder darin, dass hochwertiges Video und Audio nun mit derselben oder geringerer Bandbreite gestreamt werden kann. Für Internetdienstanbieter (ISPs) bedeutet das wiederum eine geringere Auslastung ihrer Netzwerke.
Da diese effizienteren Codes nun in größerem Umfang bei Netflix zum Einsatz kommen, haben wir auch unseren Bericht zum ISP-Geschwindigkeitsindex durch ein neues Leistungsmessverfahren an die neue Streaming- und Codierungsumgebung angepasst. Mit dem ISP-Geschwindigkeitsindex wird gemessen, welche Internetdienstanbieter (ISPs) zu Stoßzeiten das beste Streaming-Erlebnis mit Netflix bieten. Bei der bisherigen Methode zur Leistungsmessung konnten zwei ISPs zwar denselben Wert an Megabit pro Sekunde (Mbit/s) haben, aber dennoch abhängig vom Wiedergabegerät unterschiedliche Qualität liefern. Mit dem neuen Leistungsmessverfahren wird auch berücksichtigt, welche(s) Gerät(e) und Codierungsverfahren bei dem jeweiligen Mitglied zum Einsatz kommen und welches Abonnement es hat. Alles in allem ergründen wir also jetzt, wie der Vergleich der ISP-Geschwindigkeiten aussehen würde, wenn alle Elemente gleich wären (ausgenommen mobiler Datenverkehr).
Hierbei müssen wir anmerken, dass ISPs, die großartige Leistung liefern, um den Mitgliedern ein hochwertiges Netflix-Erlebnis zu liefern, weiter hohe Wertungen erhalten. Dabei vermeiden wir jedoch, dass Faktoren, die außerhalb der Kontrolle des ISP liegen (etwa die Nutzung unterschiedlicher Geräte seitens eines Mitglieds), dessen Geschwindigkeit und Wertung beeinträchtigen.
Darüber hinaus haben wir bei dieser Gelegenheit auch den ISP-Index selbst aussagekräftiger und benutzerfreundlicher gestaltet. Die Geschwindigkeiten werden nun nicht mehr wie bisher auf 0,01 Mbit/s, sondern auf den nächsten 0,2-Mbit/s-Wert gerundet, da Qualitätsunterschiede unter 0,2 Mbit/s für die Netflix-Mitglieder in der Regel kaum wahrnehmbar sind. Außerdem sind nun erstmals mehrere ISPs für dieselbe Leistungsstufe zugelassen. Im letzten Bericht gehören beispielsweise allein in den USA sieben ISPs zur höchsten Leistungsstufe. In diesem Bericht haben es auch sieben Länder und Regionen in die höchste Leistungsstufe geschafft. Für Thailand, die Schweiz, Singapur, die Niederlande, Hongkong, Belgien und Australien wurde jeweils eine durchschnittliche Gesamtgeschwindigkeit von 3,8 Mbit/s erfasst.
Diese Änderungen machen sich nun auch in einem neuen Layout unserer Website für den ISP-Geschwindigkeitsindex bemerkbar.
Unser Ziel besteht auch weiterhin darin, unseren Millionen Netflix-Mitgliedern das bestmögliche Wiedergabeerlebnis für ihre Lieblingsunterhaltung zu liefern, und der ISP-Geschwindigkeitsindex bleibt ein nützliches Tool, um dieses Ziel zu erreichen.
