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„Verwechselt“: Dramedy vereint 23 Millionen Haushalte

„Verwechselt“: Dramedy vereint 23 Millionen Haushalte

Nachdem unser Team seit dem vergangenen Jahr auch in Mexiko präsent ist, konnten wir viel enger mit mexikanischen Filmschaffenden und Schauspielern zusammenarbeiten. Nach langen Gesprächen und viele Tacos später führte dies zu einem der authentischsten und bewegendsten Projekte, die wir jemals realisiert haben.

Das Land ist bekannt für seine Dramen, doch zeichnen die Komödien in der Regel ein viel realistischeres Bild von Mexiko. In Lateinamerika wird gerne und viel gelacht, und wir wollten dies gemeinsam tun. Und obwohl uns das vor Drehbeginn bereits klar war, hätten wir nicht im Traum daran gedacht, dass Verwechselt eine unserer größten mexikanischen Serien aller Zeiten werden würde. So haben in den ersten 28 Tagen seit ihrem Start im Januar bereits 23 Millionen Haushalte die Serie gesehen. Sie war in 32 Ländern unter den Top 10 – unter anderem in Brasilien, Spanien und Argentinien – und war in den mexikanischen Top 10 sogar 17 Tage lang auf Platz 1.

Lassen wir die wichtigsten Erkenntnisse aus der Serie Revue passieren:

Überlassen wir Frauen das Erzählen von Geschichten über Frauen – Carolina

Die Serie ist in großen Teilen durch mein eigenes Leben inspiriert. Als meine Tochter Ximena ihre eigene Familie gründete, dachte ich zurück an die Herausforderungen, die ich bei ihrer Geburt meistern musste, und wie anders die Situation heute ist. Dabei gingen mir all die Rollenfunktionen durch den Kopf, die Frauen erfüllen müssen: Mutter, Ehefrau, Schwester, Tochter und Berufstätige. Dabei wurde mir klar, dass keine Frau wie die andere ist, uns alle aber eins vereint: die Liebe – die Liebe für uns selbst und für die Familie, die wir uns ausgesucht haben. So finden sich innerhalb dieses universellen Themas mit seinen Höhen und Tiefen sicher zahlreiche Frauen in der Serie wieder.

Vertrauen in Authentizität – Francisco

Die Serie war für Carolina eine Gelegenheit, nach fast zehn Jahren in den USA erstmals wieder in ihr Heimatland zu reisen. Sie sollte uns von den Geschichten und Orten erzählen, die sie am meisten faszinierten und inspirierten. In der Serie geht es um komplexe Szenarien, wie zum Beispiel den Rollenwechsel und die Herausforderung mit einem Neugeborenen. Und da Carolina diese Themen realistisch erzählt – ohne den Komödieneffekt zu übertreiben – wirkt dies für die Zuschauerinnen sehr glaubwürdig.

Gemeinsamkeiten in den Unterschieden finden – Carolina

Ana und Mariana sind wie Feuer und Wasser. Aber gerade ihre gegensätzlichen Persönlichkeiten schaffen Raum für die witzigsten, aber auch die schmerzlichsten Szenen in der Serie. In solch einer polarisierten Welt sollten wir alle Unterschiede mit einer kräftigen Portion Humor betrachten.

Neue Genres und Formate testen – Francisco

Nach zehn Jahren in Lateinamerika ging es uns auch darum, neue Genres und Formate auszuprobieren. Durch Serien wie Club de Cuervos wissen wir, dass unsere Mitglieder in dieser Region sehr gerne lachen. Innovationen sind aber ebenfalls sehr wichtig. Mit Carolinas Hilfe konnten wir Komödie und Drama auf ganz neue Art kombinieren und merkten schnell, dass hier noch viel Raum für Geschichten war, die uns gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringen.

Und das ist erst der Anfang. Wir werden diese neue Art von Komödie weiterentwickeln und auch neue Genres und Stimmen ausprobieren. Aber zunächst freuen wir uns erst einmal auf die zweite Staffel!