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Investition in die nächste Generation von Frauen im Storytelling

Investition in die nächste Generation von Frauen im Storytelling

Als eine in den USA aufgewachsene indische Frau habe ich auf dem Bildschirm nie Personen gesehen, die so aussehen wie ich – bis Parminder Nagra 2003 bei Emergency Room anfing. Doch habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen, als ich als junge Führungskraft beim Fernsehen Drehbücher las: Für mich war die Hauptfigur der Geschichte immer ein indisches Mädchen, mit denselben Hoffnungen, Erwartungen, Stärken und Talenten wie andere weiße Figuren. Jahre später konnte ich diesen Traum endlich mit Mindy Kaling in The Mindy Project verwirklichen. Und damit haben wahrscheinlich Millionen indische Mädchen erstmals jemanden wie sich selbst im Fernsehen gesehen.

Heute bin ich stolz darauf, für ein Unternehmen zu arbeiten, das Frauen bei ihrem ersten Malvor und hinter der Kamera unterstützt: die erste indigene Mexikanerin, die für einen Oscar nominiert wurde, die erste Koreanerin mit einem Stand-up-Special, die erste Schwarze als Regisseurin eines Superhelden-Filmes und die erste trans Künstlerin, die einen Rahmenvertrag mit einem Studio unterzeichnet hat. Aber das ist erst der Anfang. Daher möchte ich mehr denn je sicherstellen, dass die nächste Generation von Frauen im Storytelling noch mehr Möglichkeiten hat als ihre Vorgängerinnen. 

Vergangene Woche haben wir den neuen Netflix Fonds für Chancengleichheit und Inklusion angekündigt. Dieser wird in den nächsten fünf Jahren jährlich 20 Millionen US-Dollar investieren, um die Prozesse hinter der Kamera inklusiver zu gestalten. Heute darf ich mit Freude bekannt geben, dass die ersten 5 Millionen US-Dollar an Programme gehen, mit denen weltweit aufstrebende weibliche Talente entdeckt, geschult und in Praktika vermittelt werden sollen. Dies erfolgt im Rahmen von Partnerschaften mit Dritten und individuellen Netflix-Programmen zur Unterstützung unterschiedlichster Initiativen: von Workshops für angehende Autorinnen und Produzentinnen, wie sie ihre kreativen Visionen am besten präsentieren können, bis hin zu Hospitationen bei Produktionen, damit die Frauen wertvolle Erfahrung aus erster Hand sammeln können, indem sie wortwörtlich mit am selben Tisch sitzen.

Zu den ersten Programmen für Frauen, die wir weltweit unterstützen, gehören unter anderem:

  • Collectif 50/50 mit Sitz in Frankreich ist ein einjähriges nationales Mentoringprogramm für angehende weibliche Creatives verschiedensten Alters und mit den unterschiedlichsten Hintergründen. Hierzu gehört auch eine Reihe von Kursen, die von 30 Branchenführern durchgeführt werden.

  • Into the Wild ist ein einjähriges Mentoringprogramm für junge Filmemacherinnen von Filmhochschulen aus ganz Deutschland, das unter anderem dramaturgische Beratung und Workshops bietet. Den Abschluss bildet ein „Pitching Salon“ auf bekannten deutschen Festivals wie dem Filmfest München oder dem Filmfestival Max Ophüls Preis.

  • „Women in Post“ ist ein neues Programm über acht Monate, das auf dem Directors Program for Women von Netflix und der Canadian Academy aufbaut. Es bietet weiblichen Creatives aus Kanada Mentoring und praktische Erfahrung in der Postproduktion.

  • Narrative Short Film Incubator für Women of Color ist ein Programm der National Association of Latino Independent Producers für lateinamerikanische Frauen und Women of Color, das die Produktion von Kurzfilmprojekten durch gezielte Finanzierung, Betreuung während der Produktion und Mentoring unterstützt.

Während wir uns dank des Netflix Fonds für Chancengleichheit und Inklusion auf weitere spannende Debüts freuen dürfen, möchten wir an diesem internationalen Frauentag auch einige der vielen Vorreiterinnen würdigen, die Frauen erst den Weg in der Unterhaltungsindustrie geebnet haben.

Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass großartige Geschichten universell sind: Egal, woher sie kommen, wer sie erschaffen hat und wem sie gefallen, das Wichtigste ist, dass sie authentisch erzählt werden. Jetzt müssen wir gewährleisten, dass traditionell benachteiligten Stimmen – in diesem Fall Frauen – in unserer Branche dasselbe Gehör geschenkt wird, wie es seit Generationen für Männer der Fall ist.