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Ein Filmprojekt unter Quarantänebedingungen: „Homemade“ vereint Filmemacher aus der ganzen Welt

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Die Corona-Pandemie hat drastische Auswirkungen auf die ganze Welt und verändert unser tägliches Leben grundlegend. In der Krise erleben wir Solidarität, aber auch Traurigkeit und Elend. Und wir können unser eigenes Leben auch in einem ganz neuen Licht betrachten.  

Das ist die Idee hinter Homemade, einem ehrgeizigen Projekt, das der italienische Produzent Lorenzo Mieli von The Apartment Pictures und die chilenischen Produzenten Juan de Dios Larraín und Pablo Larraín von Fabula verwirklicht haben.

Die Idee war eigentlich ganz einfach: Wir sprechen eine Reihe professioneller Filmemacher an, die derzeit in Quarantäne festsitzen, und lassen sie eine Kurzfilm-Anthologie über ihre persönlichen Erfahrungen drehen. Auf diese Weise wird Homemade zu einem Filmerlebnis der reinsten Form, mit Schlaf- und Badezimmern als Drehorte und Smartphones als einfache Kameras. Diese Einfachheit macht einen großen Teil der Schönheit dieses Projekts aus. Und indem Menschen aus aller Welt diese Geschichten am Bildschirm miterleben, finden sie Gemeinsamkeiten mit ihrem eigenen derzeitigen Leben.   

Es ging um die Unterschiede und Ähnlichkeiten, wie Menschen überall auf der Welt die Isolation erleben. Das Projekt bringt auf organische Weise nicht nur eine Gruppe unglaublicher und unterschiedlicher Filmemacher aus elf verschiedenen Ländern zusammen, sondern auch junge talentierte Vordenker mit etablierten Berühmtheiten aus der Filmbranche.

Nach dem Sichten der ersten Filmbeiträge wurde schnell klar, dass daraus eine Serie entstehen musste, die vor allem die Kreativität feiert, denn es gab keine Geschichte, die einer anderen ähnelte. In den 17 Filmen geht es unter anderem um Gruppenbekenntnisse, seltsame Hausgäste, Surrealismus, Liebeserklärungen, Schlaflosigkeit oder die britische Königin, wie sie mit dem Papst flirtet (siehe unten). Es ist sogar eine komplette musikalische Nummer dabei. Bemerkenswert ist vor allem, dass all diese ehrgeizigen und gehaltvollen Filme in nur wenigen Tagen erdacht und gedreht wurden.

Szenenbild aus dem Kurzfilm von Paolo Sorrentino für Homemade.


Wenn einer der Filmemacher die Kamera auf sich selbst und die eigene Familie richtet, um die Probleme zu filmen, die wir alle auch erleben, weil wir alle damit beschäftigt sind, uns an diese neue Realität zu gewöhnen, wird es besonders ergreifend. Wir erhalten dann einen intimen Einblick in ihr Leben und werden daran erinnert, dass wir alle mit denselben Herausforderungen zu kämpfen haben.

Die Arbeit an diesem Projekt geschah mit viel Liebe, und nur durch das große Engagement aller Beteiligten waren wir in der Lage, Netflix das Projekt so schnell zur Verfügung zu stellen. Jetzt freuen wir uns darauf, unseren Mitgliedern weltweit diese Geschichten vorzustellen. 

Es war sehr seltsam, an einem Projekt zu arbeiten, von dem wir hoffen, dass es sich in naher Zukunft wie aus einer vergangenen Epoche anfühlen wird. Wir sehen Homemade deshalb als eine Art Zeitkapsel, in der all unsere Emotionen festgehalten werden, die wir in den letzten Wochen und Monaten erlebt haben. Diese Pandemie wirkt sich auf jeden Menschen unterschiedlich aus, aber die Botschaft von Homemade ist klar: Wir erleben in diesen Zeiten ein Zusammengehörigkeitsgefühl, wenn wir uns gegenseitig unsere Geschichten erzählen.

–Teresa Moneo, Director of Original Films