Unterhaltung
29. Mai 2023Ein Dokumentarfilm über die queere Community im Berlin der 1920er Jahre
Ab 28. Juni 2023 auf Netflix
Kamera: Felix Leiberg (Dokumentation), Christian Huck, Cezary Zacharewicz (Reenactments)
Leitende Produzent*innen: Felix Kriegsheim, Nils Bökamp, Benjamin Cantu, Ryan White, Jessica Lawson
Produktion: The Thursday Company GmbH
Eldorado – Alles, was die Nazis hassen auf Netflix. Der Dokumentarfilm zeigt anhand mitreißender Reenactment-Szenen und berührendem Archivmaterial die schillernde, aber kurze Blütezeit der weltweit ersten sichtbaren queeren Community Ende der 1920er Jahre in Berlin. Dreh- und Angelpunkt der damaligen Schwulen-, Lesben- und Trans*-Szene war das “Eldorado” in Berlin-Schöneberg, wo ein internationales Publikum Berlins Ruf als Hauptstadt sexueller Freiheit hautnah erleben konnte.
Bis in die frühen 1930er Jahre begeisterte das “Eldorado” wie kein anderer Tanzclub mit seinem Programm diverseste Gäste. Magnus Hirschfeld verkehrte hier genauso wie Marlene Dietrich und hochrangige Nationalsozialisten.
Der Dokumentarfilm taucht ein in die glorreichen Goldenen Zwanziger und die damaligen Hoffnungen auf eine liberalere Zukunft, während sich die dunklen Schatten der Naziherrschaft immer deutlicher ankündigen.
Für Regisseur und Co-Autor Benjamin Cantu ist der Film ein Herzensprojekt:
“Dieser Teil deutscher Historie ist bis heute vielen immer noch unbekannt. Die Geschichte des “Eldorado” und vor allem die der queeren Menschen, deren Verfolgung mit 1945 nicht endete, war der Nachkriegs-Öffentlichkeit lange unbequem und wurde totgeschwiegen. Diesen Film mit einem so großen Partner wie Netflix zu machen, ist ein wichtiges Zeichen in einer Zeit, in der die Rechte von LGBTIQ*-Menschen an vielen Orten der Welt wieder unter Druck stehen.”
Eldorado – Alles, was die Nazis hassen ab 28. Juni 2023 nur auf Netflix!
Über Eldorado – Alles, was die Nazis hassen
Der Eldorado-Nachtclub im Berlin der späten 1920er Jahre war legendär – ein Synonym für Berlins Ruf als Partyhauptstadt und Ort der sexuellen Vielfalt. Schwule, Lesben und Trans*-Menschen tanzten hier Seite an Seite mit Marlene Dietrich und Charlie Chaplin. Selbst ein hochrangiger Nazi wie Ernst Röhm mischte sich unter die Gäste. Aber das Eldorado wurde schon früh zur Zielscheibe der Nazi-Bewegung - seine Schließung 1932 symbolisiert eine totalitäre Zeitenwende. Die erste sichtbar queere Community der Welt wurde in wenigen Jahren von den Nazis zerstört. Viele, die gerade eine neue Freiheit kennengelernt hatten, wurden plötzlich verfolgt und ermordet.
Der Dokumentarfilm Eldorado – Alles, was die Nazis hassen ist der erste seiner Art, der die Schicksale queerer Menschen im Umbruch zwischen Weimarer Republik und Nazideutschland einfühlsam nachzeichnet. Neu entdecktes Archivmaterial, Interviews mit letzten Zeitzeugen und historisch-sinnliche Reenactments bringen uns einer queeren Community nahe, die bereits vor 100 Jahren Vorreiter unserer Zeit war.
Der Film entstand unter der Mitwirkung eines überwiegend queeren Teams – vor und hinter der Kamera. Neben Regisseur Benjamin Cantu und Produzent Nils Bökamp gehören auch Matt Lambert und zahlreiche Castmitglieder, wie Bärbel Schwarz und Anton Rattinger (#act out), dazu.
Über Netflix
Netflix ist mit 233 Millionen zahlenden Mitgliedern in über 190 Ländern einer der größten Entertainment-Dienste weltweit und bietet Zugriff auf eine große Auswahl vielfältiger Serien, Filme, Dokumentationen, Reality- und Comedy-Formate sowie Mobile Games in zahlreichen Sprachen. Mitglieder können die Wiedergabe der Inhalte jederzeit und überall unbegrenzt starten, unterbrechen und fortsetzen sowie ihr Abo zu jedem Zeitpunkt ändern.
Cornelia Afshari
PR DACH
cafshari@netflix.com
